gg Simander. Bei der Feuerwehr Lemgow hat es in der Führung einen Wechsel gegeben. In der Generalversammlung in der Schützenklause in Simander wählte die Versammlung mit einer Gegenstimme Heiko Jordan, bisher Vertreter, zum neuen Ortsbrandmeister. Sein Vertreter ist der Jugendwart der Wehr, Heiko Stannek. Marina Conrad, die ebenfalls als Vertretung vorgeschlagen wurde, verzichtete vor der Wahl. Die Gewählten müssen noch vom Samtgemeinderat Lüchow bestätigt werden. Andreas Sandmeyer, der die Wehr seit 1997 führte und zuvor seit 1987 die Vertretung hatte, kandidierte aus beruflichen Gründen nicht wieder. Auf eigenem Wunsch wurde der Verpflegungswart Karl-Heinz Heuer aus dem Kommando verabschiedet.

In seinem sechsten und damit letzten Jahresbericht über die seit 2006 bestehende Wehr Lemgow, die sich aus den sechs Dörfern des östlichen Lemgow zusammensetzt, erinnerte Andreas Sandmeyer an den von seiner Wehr ausgerichteten Feuerwehrtag der Samtgemeinde Lüchow am 18. und 19. Juni in Großwitzeetze. Sein Dank galt den vielen bereitwilligen Helfern, die zum guten Gelingen der beiden Tage beigetragen haben. Für Planung, Platzsuche und Herrichten, für die Organisation für die Bewirtung sowie für das Auf- und Abbauen leisteten die Wehrmitglieder nicht weniger als 2000 Arbeitsstunden.

Er bedauerte, dass gerade zu diesem Fest die lange Trockenperiode ihr Ende fand und sich deshalb nicht die erwartete große Zuschauermenge eingestellt hatte. Ein besonderer Dank galt der Nachbarwehr Kaulitz (Altmark), die für das Feuerwehrfest die Zelte kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.

Um die 13 Einsätze im Jahre 2011 zu bewältigen waren 230 Stunden nötig. 15 mal wurde Unterricht angeboten. Weitere 2720 Stunden galten der Pflege der Geräte und der Fahrzeuge, den Übungsstunden, Dienstversammlungen, der Verkehrssicherung, sowie Wettkampfteilnahmen. Sandmeyer bezifferte einschlich der 2000 Stunden für die Ausrichtung der Samtgemeinde-Feuerwehrtage auf 4950 Stunden Einsatz. Im einzelnen rückte die Wehr zu 10 Einsätzen und zu drei Hilfeleistungen aus. Darunter waren drei Verkehrsunfälle sowie Strohballen- und Reifenbrände und auch ein Waldbrand.

Gerade begann das neue Jahr und schon hatte die Freiwillige Feuerwehr des Lemgow ihren ersten Einsatz. Und nicht etwa um einen Brand zu löschen oder Windschäden zu beseitigen, noch um bei einem Verkehrsunfall zu helfen, nein, es galt einen Bullen zu bergen der es aus eigener und der Kraft seines Besitzers es nicht schaffte, wieder aus einem Güllegraben heraus zu kommen.

In diesem Jahr feiert die Wehr Simander ihren 120jährigen Geburtstag. Daran wollen sich die übrigen Lemgower Wehren beteiligen. Sandmeyer bat um Vorschläge für die gemeinsame Ausgestaltung. Wie im Vorjahr, so erhofft sich Sandmeyer für dieses Jahr die seit langem erwartete Auslieferung des neuen Tanklöschfahrzeuges und meinte: Vielleicht zur Feier des 120jährigern Bestehens.

In den Berichten von Jugendwart Heiko Stannek und Gruppenführerin Tatjana Höwisch ging es um Teilnahme an Wettkämpfen und um Ausbildung. Floriangruppenwartin Annette Brüggen beklagte das weniger gewordene Interesse der Kinder für die Feuerwehr. Sie lobte Hennig Schubach für seinen Einsatz bei der Betreuung der Jugendlichen. Die Wehr Lemgow hat gegenwärtig 221 Mitglieder, davon 61 aktive, darunter drei Frauen, mit einem Durchschnittsalter von 43,4 Jahren.

Befördert wurden von Gemeindebrandmeister Torsten Breese zu Oberfeuerwehrmännern Robert Subke und Viktor Schumann. Hauptfeuerwehrmänner wurden Klaus-Dieter Eggers, Benjamin Schulz und Kai Wörmer und Heiko Jordan wurde Hauptlöschmeister. Ehrenzeichen erhielten für 25jährige Mitgliedschaft Reiner Berndt, Günther Buchmeier und Jürgen Riebau. Für 40 Jahre wurden Klaus-Dieter Subke und Gerd Damur geehrt. Verbandsabzeichen erhielten für 40 Jahre Horst Agaziak, für 50 Jahre Adolf Riebau, Willi Fritze und Horst Hahlbohm. Karl-Heinz Binne bezifferte seinen Kassenbestand auf 1.800 Euro. Die Prüfer hatten keine Beanstandungen, Neue Prüfer sind Ernst Lichtenberg, Eckhard Rüdiger und Kay Wörmer.

Gemeindebrandmeister Breese lobte die gelungene Vorbereitung und den Ablauf der Feuerwehrtage im Lemgow. Den scheidenden Ortsbrandmeister Sandmeyer bezeichnete er als einen Garant der Wehr Lemgow und bedauerte seinen Rückzug. Pastor Oppermann erwähnte in seinen Grußworten die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Kirche insbesondere beim alljährigen Laternenfest mit Posaunenchor. Auch Bürgermeister Horst Kaufmann und der vieljährige Vorsitzende des Kreisfeuerwehrausschusses, Siegfried Bartling, sowie die Vertreter der Nachbarwehren, fanden lobende Worte für den scheidenden Ortsbrandmeister. Zum 22. Mal beteiligte sich die Nachbarwehr Kaulitz mit einer Abordnung an der Generalversammlung im Lemgow. Wehrleiter Frank Schilling lobte das gute Verhältnis zwischen den beiden Wehren sowie die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Übungen. Er vertrat die Ansicht, dass es auch in Zukunft die gute Verbindung bestehen bleibt, würden doch die Frauen des neuen Ortsbrandmeisters und seines Vertreters aus Kaulitz stammen.

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Bild 1: Der scheidende Ortsbrandmeister Andreas Sandmeyer greatuliert gemeinsam mit
Gemeindebrandmeister Breese den neuen Ortsbrandmeister Heiko Jordan (links).
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Bild 2: Wie stets seit 22 Jahren ist eine Abordnung der Nachbarwehr aus Kaulitz (Altmark)
mit Wehrführer Frank Schilling (rechts) dabei

Bericht und Bilder: Gustav Günther