Sonntag, 05. Dezember 2021

Historische Einsatzübung an der Handdruckspritze

Zum Jubiläumsfest der Feuerwehr Sachau finden sich am 03. September über 100 Teilnehmer ein. Die Mitglieder mit ihren Partnern und Familien feiern das Bestehen ihrer Feuerwehr seit 110 Jahren sowie die Gründung als Freiwillige Feuerwehr vor 75 Jahren. Zu Beginn der Feierlichkeiten sieht Brandmeister Heinrich Schulz Rauch aus einer Scheune in Groß Sachau aufsteigen. Sofort meldet er mit dem Feuerhorn Alarm. Von allen Hofstellen des Rundlings kommen nun die Feuerwehrmänner angelaufen. Dietrich Reuter steuert den Traktor zum Spritzenhaus. Der Löschangriff per Handdruckspritze findet den Beifall der vielen Zuschauer und ist vor allem für die historischen Feuerwehrmänner ‚atemberaubend’!

Jetzt wird es Zeit, anzustoßen auf die über einhundertjährige Wehrgeschichte. Die Musikalischen unter den Feuerwehrmitgliedern bereichern den Sektempfang vielseitig mit Blasmusik. Ortsbrandmeister Stefan Schulz gibt einen Rückblick auf die Geschichte der 1901 gegründeten Feuerwehr. 1957 wird die erste Tragkraftspritze beschafft, die bis 1994 ihren Dienst verrichtet. Seit 1967 nimmt die Wettbewerbsgruppe der Feuerwehr kontinuierlich an sämtlichen offiziellen Wettbewerben teil. Im Jahr 1974 wird das erste Fahrzeug beschafft: Für diesen VW Bulli muss das Spritzenhaus von 1901 vergrößert werden. 1994 wird vom Bulli Abschied genommen und das Spritzenhaus muss für den nachfolgenden Mercedes erneut vergrößert werden. Im Zuge der letzten Baumaßnahme im Jahr 2006 gründen die Freiwilligen auch einen Förderverein. Augenzwinkernd resümiert Schulz, dass „in 110 Jahren nur acht Ortsbrandmeister, zwei Fahrzeuge und zwei Pumpen gebraucht wurden.“

So findet auch Samtgemeindebürgermeister Hubert Schwedland, selbst aktiver Feuerwehrmann in Sachau, lobende Worte für die Feuerwehr und ihre Führung. Zu den ersten Gratulanten zählt Uwe Dorendorf von der VGH, der die Jubiläumsfeier gern unterstützt. Gemeindebürgermeister Herbert Höbermann und Brandausschussvorsitzender Klaus-Dieter Kiekhäfer sprechen ihre Glückwünsche aus. Mehr Zeit für seine Ansprache nimmt sich der bisherige Kreisbrandmeister und künftige Regierungsbrandmeister Uwe Schulz aus Bussau, der ebenfalls aktives Mitglied in Sachau ist. Neben Einsatzübung und Ansprache runden zwei historische Filmdokumente die Rückschau in die Vergangenheit ab. Ein Lehrfilm zur Feuerwehrausbildung aus dem Jahr 1936 sowie eine Filmdokumentation des Waldbrandes von 1975 in Lüchow-Dannenberg werden im Verlauf des Abends angesehen. Höhepunkt der Rückblicke sind wohl dennoch die vielen Fotos die per Computer und Beamer an die Wand projiziert werden und mit etlichen ‚Da bin ich’s“ und ‚Weißt Du noch’s’ kommentiert werden. Der lebendige Jubiläumsabend zeugt von der soliden Mitgliederbasis, die tragfähig ist für einen weiten Ausblick auf die Zukunft der Feuerwehr.

Besondere Danksagungen

Der hiesige Rundlingsverein stellt der Feuerwehr Sachau die genutzte Handdruckspritze als Dauerleihgabe zur Verfügung. Allen voran die Feuerwehrmitglieder Siegfried Schulze aus Guhreitzen und Dietrich Reuter aus Klein Sachau steckten viel Zeit und Sachverstand in die Reparatur und Aufarbeitung des historischen Geräts. Im Namen aller Anwesenden bedankt sich Ortsbrandmeister Schulz mit groß gerahmten Fotos von „ihrer“ Handdrucksspritze in Aktion.

Eine besondere Danksagung wird an diesem Abend dem Sachauer Feuerwehrkameraden Dr.-Ing. Helmut Dreyer zuteil. Brandmeister Mark Szostak der Berufsfeuerwehr Bottrop dankt Dreyer für die Betreuung seiner Diplomarbeit mit dem Thema „Die Gefährdungsbeurteilung im Einsatzbereich der Feuerwehr als Teil des Sicherheitsmanagements“ an der Hamburger Fernhochschule. Szostak schreibt, „Durch seine Ausbildung als Hochschullehrer, Sicherheitsingenieur, Brandschutz- und Gefahrstoffbeauftragter und seiner praktischen Erfahrung von 42 Jahren Feuerwehreinsatz- und Wettkampftätigkeit hat Helmut Dreyer es mir ermöglicht, eine Diplomarbeit mit Bezug zur Feuerwehr in Verbindung mit dem Arbeitsschutz zu schreiben. Ich hoffe, dass durch meine Diplomarbeit auch alle Feuerwehreinsatzkräfte des Landkreises Lüchow-Dannenberg profitieren können.“
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2011 09 22 6.jpgFotos: Marion Baumgarte

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Letzte Aktualisierung 01/01/1970 - 01:00 Uhr

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