Sonntag, 05. Dezember 2021

Atemschutzunfall: Was, wenn es wirklich einmal passiert?

Zwei Tage intensives Atemschutz-Notfall-Training für Einsatzkräfte

mt Hitzacker. Den gefährlichsten Job bei einem Brandeinsatz üben die Atemschutzgeräteträger (AGT) aus. Denn diese Einsatzkräfte der Feuerwehren sind diejenigen, die in brennende Gebäude hineingehen und meistens direkt am Brandherd zu dessen Bekämpfung stehen. In dieser extremen Gefahrensituation können sich schwerwiegende Unfälle ereignen. Deutschlandweit ereigneten sich in den letzten zehn Jahren Atemschutzunfälle mit 270 Verletzten und sogar 13 Unfälle mit tödlichem Ausgang.

Die Ortsfeuerwehr Hitzacker organisierte kürzlich eine intensive Zweitagesausbildung, um 19 Einsatzkräfte auf die Unfallgefahren vorzubereiten. Für die Teilnehmer der Ausbildung, welche der Organisator René Steinberg aus den Ortswehren Metzingen, Wietzetze und Hitzacker zusammen geholt hatte, ging es teilweise bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Die Ausbilder der Feuerwehr Itzehoe, Bernd Hoeft, Mark Bollhardt, Christian Voss und Matthias Happe erläuterten zunächst umfangreiche taktische Vorgehensweisen bei Atemschutzunfällen. Somit sei es ratsam, den so genannten „Kölner Pack“ vorzuhalten. Dieser ist ein Rettungspack - bestehend aus einer Bandschlinge, einem Atemschutzgerät mit Maske, einer Axt und einem Bergetuch, in dem diese Utensilien verpackt sind.

In verschiedenen Einsatzübungen wurde das zuvor theoretisch erlernte Wissen umgesetzt. Und diese Übungen hatten es in sich, denn den Atemschutzgeräteträgern wurde die Sicht an der Atemschutzmaske genommen. Ohne jegliche Sicht ging es dann „drunter und drüber“ in den Fahrzeughallen der Feuerwehr Hitzacker, denn hier galt es, einen verunfallten AGT zu finden und zu retten. Die Ausbilder hatten reale Hindernisse aufgebaut und simulierten mit Wärme, Wasser und lauten Knallgeräuschen extreme Einsatzsituationen. Aber auch technische Defekte wurden in Betracht gezogen. So kam es bei dem einen oder anderen AGT vor, dass keine Atemluft mehr verfügbar war oder sich die Atemschutzflasche an einem Hindernis verhakte. Hier mussten die AGTs schnell reagieren und sich teilweise selbst helfen.

Zusammenfassend stellten die Organisatoren und Teilnehmer fest, dass diese Sonderausbildung eine sehr wichtige Ergänzung ist. Die Kosten der zusätzlichen Sicherheitsausbildung finanzierten die Ortsfeuerwehren selbst aus den eigenen Kameradschaftskassen.

Mehr Infos, Bilder und Videos unter www.feuerwehr-hitzacker.de


Extremsituation mit Wasserstrahl
Immer wieder wurden die Einsatzkräfte in Extremsituationen gebracht, hier mit einem Wasserstrahl.

Rettung eines verunfallten AGT
AGT´s versuchen einen verunfallten AGT unter einem Balken zu befreien und zu retten

Fotos: Mirko Tügel - Pressereferent für die Feuerwehren der Samtgemeinde Elbtalaue

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