Dienstag, 10. Dezember 2019

Wehren helfen Hirsch & Co.

Gartow (pb) Ob in der EJZ, im Radio oder im Fernsehen: Hitzerekorde, Dürre, Wassermangel, Wald- und Flächenbrände, Ernteausfälle oder geschwächte Bäume – das Thema Wetter und dessen Folgen ist derzeit allgegenwärtig. Ein besonders unter der Trockenheit leidender Raum ist der Osten des Landkreises. Große Kiefernwälder und größtenteils „schlechte Böden“ lassen hier aktuell Landwirte, Waldbesitzer sowie Nutztier- und Pferdehalter verzweifeln.

Doch wann immer die Wendländer vor großen Problemen standen, Hochwasser oder Waldbrände sind nur zwei Beispiele, rücken die Menschen zusammen. So verwundert es nicht, dass sich innerhalb der aktuellen Sommer-Trockenheit immer noch Lichtblicke finden lassen, wie die nachstehende Allianz verdeutlicht:

Am Rande Gartows finden sich zwei kleine Wildgatter, die Rot- und Damwild sowie Wildschweine beherbergen. Auch diese Tiere leiden aktuell unter massiven Wassermangel. Drei Feuerwehren haben es sich unlängst zur Aufgabe gemacht, diese Tiere regelmäßig mit kühlem Nass zu versorgen und so die Wasserlieferungen der Gräflich Bernstorff'schen Betriebe, die Mitbetreiber der Gehege sind, zu flankieren: Am Samstag, 3.8.2019 ab 11 Uhr findet wieder eine konzertierte Aktion der Wehren Gartow, Gorleben und Prezelle statt. Unter anderem drei Tanklöschfahrzeuge werden mehrfach tausende Liter Wasser in die Gehege bringen.

Unser Engagement ist nicht nur eine Selbstverständlichkeit - Wie auch in Gartow und Gorleben besteht bei uns ein dringlicher Ausbildungsbedarf an den neuen Fahrzeugen und deren Gerätschaften. Von der Wasserförderung bis zur schnellen Wasserabgabe während der Fahrt – dies alles lässt sich am Wildgatter üben. Indem wir am Wildgatter trainieren, können wir alle unsere Maschinisten wechselseitig ausbilden und dabei zeitgleich den Tieren eine Hilfestellung geben.

betont Janis Malchow, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Prezelle.

Wie dringlich dieser ehrenamtliche Service der Feuerwehrleute ist, verdeutlichen immer wieder beeindruckende Bilder: z.T. stellen sich die Tiere noch während der Wasserlieferung in den künstlichen Regen oder beginnen unmittelbar nach der Wasserabgabe aus den Tümpeln zu trinken. Wer sich nach einer Wasserlieferung die Zeit nimmt, abends um die Gehege zu spazieren, kann häufig Wildschweine und Rotwild genüsslich der Länge nach im Schlamm liegen sehen.

Unser Gartower Wildgatter ist seit Generationen ein beliebtes Ausflugsziel, ja, inzwischen eine Institution. Dass sich inzwischen eine weitere Institution, die Feuerwehr, für das Gatter einsetzt, ist typisch für die Menschen hier. Ich werde mit meinen Kindern am Samstag in jedem Fall vor Ort sein.

so Samtgemeine Bürgermeister Christian Järnecke, der regelmäßig mit seinen Kindern die Gehege besucht.

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Letzte Aktualisierung 01/01/1970 - 01:00 Uhr

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