Die Oslo-Methode, ein sehr kontroverses Thema, wir haben sie bei dem letzten Dienstabend anschaulich Praktisch vorgestellt.

Vorgestellt auf dem Rescue-Days  von Weber Hydraulik.

Vorteil dieser Methode: Die Berufsfeuerwehr hat eine Studie erstellt, das eine Bergung eines Patienten aus einer Standartsituation 29 Minuten braucht um sie dem Rettungsdienst zu übergeben,  gegen über der Oslo-Methode 15 Minuten. Also man bekommt eingeklemmte Personen schneller befreit.

Die Wuppertaler Feuerwehr hat festgestellt dass die zuziehende Kraft weniger, als 10 Kilonewton braucht, also Sanft.

Nachteil: zwei Fahrzeuge, eines mit Seilwinde, eines als Anschlagpunkt. Viel Platz, auch für eigene Sicherheit. Trotz aller Sanftheit, die Kräfte wirken gewaltsam. Wir haben sogenannte Strub´s (Bandschlingen) benutzt, nach der skandinavischen Methode werden Ketten benutzt, was aber unserer Meinung nach ein erhöhtes Gefahrenpotenzial (können abrutschen.) darstellt.

Fazit: Es kommt auf die Situation darauf an und den Rettungskräften vor Ort, Welche Methode man vorzieht.                                                      Und ohne Üben geht es nicht. 

Eine Methode unter vielen Methoden, die nur mit Bedacht anwendet werden soll.

Nun unsere Vorgehensweise bei einem Frontalunfall.

Das Fahrzeug und Personen gesichert, Glasmanagment für Anschlag Punkte. Fahrer und Beifahrer Tür mit der Schere geöffnet, A-Säule an 4 Punkten oben und unten mit der Schere durchtrennt. Bandschlingen an den Anschlagpunkten befestigt. Seilwinde hinzugefügt und sehr bedächtig gezogen. Der ganze vordere Wagen kippt nach vorn, der Patient ist frei.

Das ist eine Standartsituation, das heißt nicht das dass die Hydraulikstempel nicht mehr zum Einsatz kommen.

Bilder und Bericht: Klaus Ackermann.

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